Sanierung Heizzentrale

Allgemeine Informationen

Die Feuerungsanlage der Gemeinde Humlikon hält die neu zu erfüllenden Emissionswerte für Staub nicht ein. Aus diesem Grund hat die Feuerungskontrolle des Kantons Zürich dem Wärmeverbund eine Sanierungsfrist bis 31. Dezember 2017 auferlegt.

Der Gemeinderat und der Steuerungsausschuss haben sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der Zentralensanierung auseinandergesetzt. Nach einem Vergleich von verschiedenen Feuerungsanlagen sowie deren Investitions- und Wärmeentstehungskosten hat sich der Gemeinderat im Herbst 2015 für eine Kaskadenanlage ausgesprochen und die notwendigen Projektkosten im Voranschlag 2016 budgetiert.

Der Gemeinderat hat das Ingenieurbüro Derrer beauftragt, das Sanierungsprojekt in Angriff zu nehmen und den Kostenvoranschlag für die Zentralensanierung auszuarbeiten. Neben der Ermittlung der Baukosten umfassen die Ingenieurleistungen auch die Revision des Fernwärmereglements sowie der Wärmelieferungsverträge samt Tarifblatt, welche an der Rechnungs-Gemeindeversammlung der Stimmbevölkerung vorgelegt werden. Die Baukosten werden im Juni 2016 der Urnenabstimmung zur Genehmigung unterbreitet.

Des Weiteren hat der Gemeinderat das Reglement der Fernwärmeversorgung überarbeitet und zu Handen der Gemeindeversammlung vom 27. Mai 2016 genehmigt. Der Wärmelieferungsvertrag wurde an die Bezüger verteilt und sie wurden an einer Informationsveranstaltung über den neuen Wärmelieferungsvertrag informiert.

Die Stimmberechtigten wurden am 9. April 2016 über das Sanierungsprojekt, den damit verbundenen Baukredit sowie über das Reglement im Detail informiert.

Unter Berücksichtigung der technischen Aspekte und der Wirtschaftlichkeit (Investition-, Betriebs- und Unterhaltkosten) hat der Gemeinderat den Auftrag für die Lieferung und Montage der Holzschnitzelfeuerungsanlage, vorbehältlich der Genehmigung des Baukredits durch die Stimmbürger, der Firma Schmid AG Energy Solutions (Eschlikon TG) erteilt.

 

Wichtige Meilensteine

27. Mai: Gemeindeversammlung: Genehmigung des Fernwärmereglements

5. Juni: Urnenabstimmung über den Baukredit.

Juni 2017: Sanierungsbeginn

September 2017: Inbetriebnahme der neuen Heizung.

Heizkostenrechner

Falls Sie Ihre Heizkosten berechnen möchten, können Sie das hier tun:

Heizkostenrechner

Fragen und Antworten

Warum muss die Heizung saniert werden?   

Die bestehende Heizung ist bereits 25 Jahre alt und in letzter Zeit sehr reparaturanfällig. Zusätzlich hält sie die Abgasbestimmungen nicht mehr ein, welche in nächster Zeit in Kraft treten werden.


Wie hoch darf der Staub-Emissionswert der Feuerungsanlage maximal sein und wie hoch ist der momentane Wert?   

Der Staubgrenzwert liegt bei 20 mg/m3. Die bestehende Anlage überschreitet den Grenzwert um 36 mg/m3. Wir haben somit einen Ausstoss von 56 mg/m3.


Werden die Heizkosten in Zukunft ansteigen?   

Nein, die Kosten werden stabil bleiben respektive leicht sinken.


Wie hoch ist der neue Wärmeverrechnungspreis pro kWh ?   

Der neue Wärmeverrechnungspreis wird gemäss ersten Berechnungen bei ca. 9 Rp / kWh liegen.


Wie hoch ist die neue Grundgebühr?   

Die neue Grundgebühr wird sich erhöhen und wird statt wie bisher 11% neu 40% der Gesamtkosten abdecken.


Warum wurde der neue Grundpreis so stark angehoben?   

In der Vergangenheit war es so, dass in einem milden Winter die Heizung defizitär war. Werke dürfen nicht über eine längere Zeit defizitär sein. Mit der Erhöhung des Grundpreises werden die betrieblichen Fixkosten abgedeckt. Im Gegenzug wird der Energiepreis reduziert.


Wird die Heizungssanierung mit Steuergeldern finanziert?   

Nein, wie die anderen Werke der Gemeinde muss die Heizung selbsttragend sein. Sie wird von den Wärmebezügern finanziert und in einer Dauer von 25 Jahren abgeschrieben. Da ein Werk keinen Kredit aufnehmen kann, wird es von der Gemeinde vorfinanziert und den Wärmebezügern belastet.


Wie wird der Sommerbetrieb finanziert?   

Die durch den Sommerbetireb anfallenden Mehrkosten werden nur durch die Bezüger finanziert, welche im Sommer Energie beziehen.


Müssen an der Hauszentrale (Eigentum des Wärmebezügers) Änderungen oder Anpassungen vorgenommen werden?   

Es müssen keine technischen Anpassungen vorgenommen werden. Die Durchflussbegrenzungsarmatur wird neu eingestellt. Diese Kosten werden vom Fernwärmeverbund übernommen.

 

Was sind Haupt- und Anschlussleitungen?   

Hauptleitungen sind die Verteilleitungen und liegen auf Gemeindegrund. Anschlussleitungen sind auf Privatgrund und liefern die Wärmeenergie in die Häuser. Beide Leitungen sind Eigentum des Verbundes.


Von wann bis wann dauert die Heizperiode?   

Die Heizperiode fängt am 1. Oktober an und hört am 31. Mai auf.


Können sich weitere Bezüger anschliessen? Wie viel Kapazität ist mit der neuen Anlage noch vorhanden?   

Ja, wir haben freie Kapazitäten für weitere Bezüger. Es können noch 200 kW verkauft werden.


Wer kann sich für den Sommerbetrieb anmelden?   

Der Sommerbetrieb ist nur für grosse Verbraucher und wird im Moment nur der Primar- und HPS zur Verfügung gestellt.


Wo ist die Schnittstelle zwischen Wärmebezüger und Gemeinde?   

Die Schnittstelle ist der Wärmezähler, welcher dem Verbund gehört. Alle Agregate nach dem Zähler sind im Eigentum der Bezüger.


Müssen die Wärmezähler geeicht werden?   

Die neuen vom Gesetz erlassenen Bestimmungen sehen vor, dass die Zähler alle 5 Jahre kontrolliert werden müssen. Diese Kosten werden vom Verbund getragen.


Noch Fragen?
Weitere Fragen nimmt die Gemeinde gerne schriftlich oder per Email entgegen und beantwortet sie hier.

 

Mail

Gemeindeverwaltung Humlikon ·  Andelfingerstrasse 5 ·  8457 Humlikon ·  Tel. 052 317 19 76 ·  Fax. 052 317 29 70 ·  kanzlei@humlikon.ch
Impressum   |   Login
© | Gemeinde Humlikon